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cum tempore Verabschiedungen

Verabschiedung von Jürgen Haase

32 Jahre lang habe ich als Lehrer für Latein und Geschichte an der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule verbracht – das ist etwas mehr als die Hälfte meines Lebens! In dieser Zeit war ich Klassenlehrer, Vorsitzender der Fachkonferenz Latein, SV-Lehrer, Mitglied des Lehrerrats und der cum tempore-Redaktion, Organisator der WP-Börse und der ZP 10, Beratungslehrer der Oberstufe, aber auch Türsteher, Reiseplaner, Buchhalter, Psychologe, Sozialarbeiter, Kummerkasten und natürlich Captain Jack Sparrow. 

Jetzt verabschiede ich mich in den Ruhestand und werde mich ausgiebig meinen Hobbys widmen können, die aus Zeitgründen bisher zu kurz gekommen sind; dazu gehören vor allem Reisen (außerhalb der Ferienzeit!), Malen und Musik. Und sonst? Soll ich es machen wie Peter Fox in seinem Song „Haus am See“? Taube Ohren und einen weißen Bart habe ich schon. Einen Garten allerdings nicht. Hundert Enkel werde ich wohl auch nicht mehr schaffen und Cricket habe ich noch nie verstanden. Und was das Haus am See angeht, wird das wohl auch nichts mehr werden – bei den Immobilienpreisen! Vielleicht mache ich stattdessen mal Urlaub in der Karibik – aber nur ohne den Fluch… 

Ich bedanke mich bei all den großartigen Menschen, die ich an dieser Schule kennenlernen durfte und die mir den Schulalltag erleichtert und bereichert haben. Hoffentlich habe ich es euch nicht zu schwer gemacht. Für mich war es jedenfalls eine schöne Zeit und wenn es am schönsten ist, sollte man gehen. 

Tschüss und macht‘s gut! 

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Verabschiedung von Ruth Weidig

Ihr Lieben,

zum 1.09.2026 werde ich die Schule verlassen und mich in den Ruhestand verabschieden.

Seit 2008 hatte ich hier einen der schönsten Arbeitsplätze, den man in einer Bibliothek haben kann.

Meine Leser wart hauptsächlich Ihr, die Schüler. Viele von Euch habe ich von der 5. bis zur 10./13. Klasse begleitet. Ich habe mir große und kleine Probleme angehört, getröstet, wenn es ging, und kleine Verletzungen verarztet. Es gab auch Situationen, in denen unsere Meinung deutlich auseinanderging, meistens konnten wir das schnell klären.

Ich bin jeden Tag gerne gekommen und werde Euch alle vermissen.

Ich wünsche Euch allen „Alles Gute“ für die Zukunft, viel Erfolg und weiterhin Spaß am Lesen, denn „Buch macht kluch“


Tschüss Eure Ruth Weidig

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Verabschiedung von Petra Brauner

Ursprünglich bin ich an die BvA gekommen, um für 12 Monate eine Vertretungsstelle anzutreten. Noch heute erinnere ich mich daran, wie beeindruckt ich von der Schule war, mit einer angenehmen Atmosphäre für alle und vielen Angeboten für die Schüler und Schülerinnen.

Aus 12 Monaten sind dann 17 Jahre geworden. In dieser Zeit gab es immer wieder Veränderungen, mit denen ich niemals gerechnet hätte, wie z.B. der Unterricht während Corona oder die teils erschreckenden Folgen von Social Media und KI, die es in meiner Schulzeit so nicht gab.

Ich habe mich über alle Schüler gefreut, die es geschafft haben, die Schulzeit erfolgreich zu beenden. Herzlich bedanken möchte ich mich beim gesamten Kollegium,  Sekretariat, Hausmeister und allen anderen, auf deren Hilfe ich immer zählen konnte. Euch allen, und auch allen Schülerinnen und Schülern, wünsche ich viel Kraft und Fantasie, um noch kommenden Herausforderungen gut zu bewältigen!

Petra Brauner

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Verabschiedung von Marius Nieweg

Im Februar 2017 stürzte ich mich in das Abenteuer Gesamtschule, in einen doch recht unbekannten Kosmos, in die erste Planstelle als Lehrer. Mein Ankommen war damals herrlich, denn es war nach einem Tag direkt Karneval, den ich als Kölner kenne, aber an der BvA das erste mal als Lehrer erleben durfte, war ich doch in Bielefeld im Referendariat gewesen.

Die darauffolgenden 9 Jahre waren tatsächlich ein Abenteuer. Einige Facetten habe ich genossen. Da denke ich an erster Stelle an nette, immer hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen und in der Regel auch sehr nette Lernende.

Die Coronapandemiebedingungen waren ein schwieriges Abenteuer bei der täglichen Arbeit und ihre Auswirkungen merken wir bis heute. Zeitgleich mit Corona begann parallel eine privates, neues fantastisches Abenteuer los. Mein Sohn Luca wurde geboren.

An der BvA lernte ich ebenfalls neue Dinge, die ich zuvor für unmöglich hielt. Matheunterricht mit Herrn Nieweg jenseits von Klasse 6, sogar in Klasse 10, klang witzig und war es teilweise auch wirklich sehr. Learning by doing.

Die Betreuung von 3 Jahrgängen auf sonderpädagogischer Ebene, die gleichzeitige Bearbeitung von 2 oder 3 AOSF Gutachten oder deren Verfassen auf Aktengrundlage, das heißt, ohne SchülerInnen in der ersten Coronazeit zu sehen, stellte hingegen eine riesige Herausforderung dar, die Verbitterung und Traurigkeit auslöste, weil ich in der Schule nicht mehr das Gefühl hatte etwas bewegen zu können, weder positiv noch negativ. Ich war einfach kaum da, obwohl ich doch mit voller Stelle da war.

Im diesen 9 Jahren lernte ich neben vielen tollen Menschen in der BvA zudem jeden Quadratmillimeter der Leverkusenerbrücke kennen sowie viele freundliche BahnmitarbeiterInnen, die einem jedoch auch nicht sagen konnten, warum der Zug heute nur bis Langenfeld oder gar nicht fährt. Ich kaufte mir ein Rennrad, um wieder fitter zu werden und damit zur Arbeit zu fahren. 3-4 mal im Jahr klappte das sogar, einen langfristigen Effekt hatte es leider nicht. Nicht mein Sport.

Das größte Abenteuer war für mich die Umsetzung der Inklusion. Als großer Verfechter und echter Fan gestartet, wechselten die Verantwortlichen im Bildungsministerium und mit ihnen die parteipolitische grundlegende Herangehensweise zur Umsetzung eben dieser Inklusion. Nicht immer fand ich das gut. Für mich ist sie nach dem Hin und Her der letzten Jahre und einer teils eher kostenorientierten Herangehensweise von politischer Seite weiterhin vor allem eins: ein werteorientierter Ausdruck eines Menschenrechts. Unsere Umsetzung in Deutschland widerspricht bis heute geltendem UN-Recht. Ich bin trotzdem Fan.

Ein Fan bin ich auch von unserem Schulleiter Andreas Bruhn und unserer Inklusionskoordinatorin Claudia Albert, auch wenn die beiden meinen Versetzungsantrag sechsmal ablehnten. Sie leisten unglaubliche Arbeit, die oft gar nicht sichtbar ist. Besonders danken möchte ich dem Inklusionsteam, ganz besonders Silke Langner und Brigitte Boersch, die mich damals zu Beginn super einarbeiteten und bei denen ich stets Hilfe in persönlich schwierigen Phasen und in fachlicher Einschätzung fand.

Ich wünsche euch, Lehrkräften wie Lernenenden, viel Erfolg bei der Umsetzung eurer Ziele und der Bewerkstelligung der großen wie kleinen Abenteuer, die der Kosmos BvA bereithält. Ab August findet ihr mich an der Ernst-Simons-Gesamtschule in Köln.

Marius Nieweg