Förderkonzept 5-10

Förderunterricht im 5. und 6. Jahrgang 

In unserer Schule nehmen alle Schülerinnen/Schüler im 5. und 6. Jahrgang an einem Förderunterricht teil. Die Förderung soll allen individuell gerecht werden. Sie muss genau in dem Bereich stattfinden, in dem der Förderbedarf besteht. Die Lehrerinnen und Lehrer, die den Förderunterricht erteilen, sind der entsprechenden Fachkonferenzen.

Entsprechende Diagnosetests liefern darüber Auskunft. Angelegt sind die Fördereinheiten für ein Halbjahr. Dann wird erneut geprüft. Fach- und Förderlehrkraft sowie Klassen- und Abteilungsleitung legen demgemäß fest, wie die individuelle Förderung fortan aussehen soll. In den Fördergruppen sind deutlich weniger Schüler als im Klassenverband.

Es gibt folgende Förderkurse:

  • Deutsch,
  • Mathematik
  • Englisch (nur in Jg. 6)
  • LRS-Kurse (Kurse für Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche)
  • RS-Kurse (Kurse für rechtschreibschwache Schüler)
  • Sprachförderkurse (zur Ausdruck- und Grammatikverbesserung)
  • Aufmerksamkeitstraining (dies sind zeitlich begrenzte Kurse)
  • „Selbstständiges Lernen“ (dies gilt für Schüler, die keinem der o.g. Förderkurse zugeteilt wurden)
  • Bilinguales Projekt (Kunst und Englisch in Jg.5, für Jg.6 in Planung)

Förderkurse „Selbstständiges Lernen“

Im 5. und 6. Jahrgang werden auf Grundlage der Diagnosetests jeweils etwa 64 Schülerinnen und Schüler in je 4 Gruppen dem „Selbstständigen Lernen“ zugeordnet. Diese Gruppen werden von ehrenamtlich tätigen Eltern betreut. Eltern unterstützen als „Lernberater“ bei selbstständig zu bearbeitenden Aufgaben. Sie motivieren, geben Tipps, kontrollieren, attestieren Erfolge und begeben sich als Berater bei vermeintlichen Misserfolgen an die Aufgabe.

Im 5. Jahrgang überwiegt die Arbeit in überschaubaren Einheiten, sogenannten Lernpaketen, ähnlich der Freiarbeit mit Selbstkontrolle oder Kontrolle durch die Lernberater. Im Laufe des Schuljahres wird das Angebot für das „Selbstständige Lernen“ ergänzt durch Arbeitsaufträge in der Schulbibliothek, am PC, im Internet, mit Wettbewerbsangeboten, wie dem Känguruwettbewerb in Mathematik oder kleinen experimentellen Einheiten im naturwissenschaftlichen Bereich. Europa ist ebenfalls ein wichtiger weiterer Themenbereich.

Im Lernberater- und Lehrerteam werden die vielen Aufgaben für die selbstständige Arbeit parallel und passend zum laufenden Förderunterricht ergänzt, überarbeitet und gepflegt. Das Ausgangsmaterial liefern die verschiedenen Fachkonferenzen. Das Material wird so aufbereitet, dass die Lernenden selbstständig damit arbeiten können. Es ist motivierend, selbst erklärend und altersangemessen. Die Materialien sind vielfältig. Sie berücksichtigen unterschiedliche Fächer und Anspruchsniveaus und sollten möglichst alle Sinne und verschiedene Interessen ansprechen. Unser Europacurriculum spielt dabei eine Rolle.

Im 6. Jahrgang erfolgt das „Selbstständige Lernen“ in Projekten. Diese werden mit Materialkisten im Klassenraum oder in der Schulbibliothek durchgeführt. Insgesamt finden 3 – 4 Projektphasen mit darauf folgender Präsentation statt, dazwischen arbeiten die Schüler – wie im 5. Jahrgang – mit altersadäquaten Lernpaketen.

Liegen die Lernziele im 5. Jahrgang. vorwiegend im fachlich-inhaltlichen Bereich, so sind die Lernziele im 6. Jahrgang schwerpunktmäßig methodischer Art.


Förderung im Jahrgang 7

Im 7. Jahrgang erproben wir z.Zt. das Konzept, mit Elternunterstützung in einer der Arbeitsstunden Schüler und Schülerinnen in Kleingruppen individuell zu fördern.


Förderunterricht im Klassenverband im 8. bis 10. Jahrgang  

Unsere Schülerinnen und Schüler, die im achten Jahrgang mit unserem Schüleraustausch zur Lady Hawkins´school nach England fahren, verpflichten sich zur Teilnahme an unserem bilingualen Projekt. Unsere Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich vielfältig und ausführlich mit England als Mitgliedstaat Europas.

Im 8. bis 10. Jahrgang gibt es eine Förderung in Deutsch, Englisch und Mathematik für alle, die nicht Spanisch als weitere Fremdsprache wählen. (Siehe auch das Kapitel Ergänzungsstunden.)

Der Unterricht wird im Klassenverband halbjahresweise rotierend in je zwei Zusatzstunden erteilt. Die Schülerinnen/Schüler arbeiten in offenen Unterrichtsformen je nach festgelegtem Bedarf in den Bereichen des Faches, in denen sie Nachholbedarf haben. Für Leistungsstarke wird Material zur Verfügung gestellt, das auch sie herausfordert.

Unterschieden wird grundsätzlich zwischen den ersten und den letzten drei Halbjahren. In den ersten drei Halbjahren soll der Stoff Computer gestützt bearbeitet werden, z.B. durch geeignete Lernsoftware. Die letzten drei Halbjahre nehmen die Abschlussprüfung in das Zentrum der Förderung und es soll dort gezielt an festgelegten Kompetenzen gearbeitet werden.